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„Wieso seid ihr noch am Leben?“ - Termine der Holodomor-Ausstellung

08.10.2026

Orte einer Ausstellung: Hier finden Sie die Stationen der Wanderausstellung zum Holodomor in Deutschland

LMU München

„Wieso seid ihr noch am Leben?“

Orte einer Ausstellung: Hier finden Sie die Stationen der Wanderausstellung zum Holodomor in Deutschland

Stand: 10.10.2026 (wird laufend aktualisiert)

„Wieso seid ihr noch am Leben?“ - diese Frage, die staatliche Getreideeintreiber notleidenden Bauern in der Ukraine stellten, ist der Titel der Ausstellung zum Holodomor („Hungermord“). Seit März 2026 wandert sie durch Deutschland. Entworfen von den Institutionen UINP (Ukrainisches Institut des Nationalen Gedenkens) und Holodomor-Museum in Kyjiw, wird sie vom Mykola-Haievoi-Zentrum in mehreren deutschen Städten präsentiert. Sie befasst sich mit Vorgeschichte, Verlauf, Nachwirkungen und Aufarbeitung dieser größten Hungersnot in der Geschichte Europas. Unter Stalins Herrschaft 1932/33 forderte sie allein in der Sowjetrepublik Ukraine etwa 3,9 Millionen Opfer. Dennoch ist sie in Deutschland kaum bekannt. Nach anderen Parlamenten hat auch der Deutsche Bundestag 2022 den Holodomor mit überwältigender Mehrheit als Genozid anerkannt. Die Abgeordneten forderten eine „achtsame Perspektive auf unsere östliche Nachbarschaft“ in Europa und die Beseitigung „blinder Flecken“ in der Wahrnehmung.

Nachfolgend finden Sie die Stationen der Ausstellung, der an jedem Ort eine Veranstaltung zur Eröffnung vorausgeht, sowie begleitende Termine. Bitte sehen Sie für Adressen, Öffnungszeiten und aktuelle Angaben auch auf der Internetseite des örtlichen Gastgebers nach.

2026

  • 02.03. - 10.04. LMU München, Hauptgebäude. Eröffnung mit Prof. Martin Schulze Wessel, Co-Direktor des MHZ, Dr. Volodymyr Tylishchak, Vize-Direktor des UINP, Dr. Lilia Bondarenko (UFU München) und Dr. Gerhard Gnauck (MHZ).
21.04. - 12. 05. Universität Münster, Fürstenberghaus. Eröffnung mit Prof. Ricarda Vulpius (Universität Münster), André Sahorn (Sohn eines Holodomor-Überlebenden) und Mariya Sharko (Bistum Münster).
  • 20.05. - 20.07. Universität Potsdam, Haus 11, Säulenhalle. Eröffnung mit Prof. Dominik Geppert, Prof. Alexander Wöll (beide Uni Potsdam), Dr. Franziska Davies (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) und Dr. Kathrin Zehender (Konrad-Adenauer-Stiftung). Vorführung des Holodomor-Films „Family Album“ sowie Diskussion mit der Regisseurin Maryna Tkachuk (Kyjiw) und Prof. Marion Jenke (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF).
  • 22. - 29.09. Regensburg, Kulturzentrum ehem. Theresia-Kirche, im Rahmen des „Forums Ukraine II“. Vortrag von Maria Kovalchuk (LMU München): „Nach dem langen Schweigen: Der Holodomor in der Familiengeschichte“.
  • 29.10. - 18.12. Köln, Lew-Kopelew-Forum. Eröffnung mit Prof. Tanja Penter (Uni Heidelberg). Musikalische Umrahmung: Kateryna Kravchenko / Béla Bluche. Vorführung: „Red Secrets - im Fadenkreuz Stalins“ von Agnieszka Holland; Gespräch mit Mirosław Wlekły, dem Biografen des Filmhelden Gareth Jones (Ende November). Mehr Informationen.

2027

18.01. - 01.03. Dresden, Frauenkirche

München - MHZ-Projektmitarbeiter Dr. Gerhard Gnauck, der Organisator der Ausstellung

München - Empfang und Ausstellungsbesichtigung

Münster - André Sahorn, Mariya Sharko, André Sahorn und Ricarda Vulpius

Münster - Publikum

Postdam - Gerhard Gnauck, Übersetzer Simon Muschick, Regisseurin Maryna Tkachuk und Medienwissenschaftlerin Marion Jenke

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